Die Moken (auch Salone und Seezigeuner genannt)

Ungefähr 3.000 indigenen Moken leben im Mergui Archipel in drei Regionen: Auf der Loughborough Gruppe, auf Lampi und auf Ma Kyone Gallet. Sie wohnen auf ihren Booten und leben in völligem Einklang mit der Natur. Die Moken pflegen nur wenig Kontakt zur Außenwelt. Viele Wissenschaftler sind davon überzeugt, dass die Moken ursprünglich aus Südchina stammen und vor ca. 4.000 Jahren nach Asien aufbrachen.

Lebensweise der Moken

Die Lebensweise der im Mergui Archipel ansässigen Moken ist halbnomadisch. Während der Monsunzeit halten sie sich in Pfahlbauten auf Inseln des Mergui Archipels auf. Diese Zeit nutzen sie, um ihre Boote "Kabang" zu reparieren. Den Rest des Jahres ziehen sie in Gruppen von sieben oder mehr Kabang von Insel zu Insel. Allerdings wird dieser Lebensraum immer mehr eingeschränkt und die Regierung von Myanmar versucht die Moken zur kompletten Sesshaftigkeit zu bewegen. Die meisten von ihnen besitzen jedoch nicht einmal einen Pass.

Glauben, Sprache

Die Moken haben ihren animistischen Glauben beibehalten. Sie beten die Geister der Ahnen und Naturgeister an. Ein Schamane vermittelt hierbei zwischen den Geistern und den Moken. Ihre Sprache kann in die Gruppe der malaiisch-polynesischen Sprachen eingeordnet werden. Doch selbst für Malaien oder Angehörige anderer Moken Stämme ist die Verständigung untereinander oft nicht ganz einfach, denn es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Dialekte.

Die Moken (auch Salone und Seezigeuner genannt)
Die Moken (auch Salone und Seezigeuner genannt)

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Das Boot der Moken, die Kabang

Kabang, das Boot der Moken
Kabang, das Boot der Moken

Wichtigstes Besitztum der Moken sind ihre Boote, die Kabang. Lebensgrundlage des oft als Seezigeuner bezeichneten Volkes bildet der Fang von Fischen, Muscheln und Seegurken. Ein Konkurrenzverhältnis besteht hier mit großen Fischereibetrieben, die immer weiter in das Gebiet der Moken eindringen. Falls den Moken dennoch etwas von ihrem Fang übrig bleibt, verkaufen sie diesen auf Märkten oder tauschen den Fisch gegen Alltagsgegenstände. Nach Angaben der UNO stellt das Volk der Seenomaden im Mergui Archipel die fünftärmste Minderheit der Welt dar.

Tauchen

Eine Besonderheit der Moken ist, dass sie auch ohne Taucherbrille unter Wasser sehr gut sehen können. Diese Eigenschaften machen sie sich beim Fischfang und beim Perlentauchen zu Nutzen. Zudem können sie bis zu drei Minuten die Luft anhalten und bis zu 25 Meter tief tauchen.

Myeik, Provinzhauptstadt von der Division Tanintharyi

Myeik (auch Mergui genannt) ist die größte Stadt in der Division und zählt ca. 209.000 Einwohner.Durch die geschützte Lage des Ortes an der Küste der Andamanen See, wurde dieser vor ca. 500 Jahren zum wichtigsten Hafen im Mergui Archipel. Heute wird hier Handel mit Meeresfrüchten, Kautschuk, Zinn,Rattan, Wolfram, fermentierten Fisch und Vogelnestern, die vor allem in Hongkong als Suppeneinlage sehr beliebt sind, betrieben. Die Vogelnester stammen von der Seeschwalbe, die diese aus ihrem Speichel herstellt.

Myeik gilt als eine der schönsten Hafenstädte in Myanmar, in der sich viele verschiedene Baustiele vermischt haben. So finden sich neben traditionellen Häusern auch viele Gebäude im Kolonialstil. Auch Tempelanlange, Klöster und verschiedenste Denkmäler können in der Hauptstadt des Mergui Archipels besichtigt werde. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der Theindawgyi-Pagode. Sie liegt erhöht und gewährt einen guten Ausblick auf die Stadt, den Hafen und die Pataw-Patit Inseln, die mit der Fähre in fünf Minuten zu erreichen sind.

Obwohl Myeik die Provinzhauptstadt der Tanintharyi Division ist, starten die Reisen in den Mergui Archipel bis jetzt von Kawthoung aus.

Kawthoung, Tor zum Mergui Archipel

Kawthoung, Tor zum Mergui ArchipelDer Ort ist der Südlichste des Festlandes von Myanmar und war zu Zeiten der britischen Herrschaft auch als Victoria Port bekannt. Von hier aus starten alle Reisen in den Mergui Archipel. Andere Ausgangspunkte für Ausflüge in den Archipel gibt es derzeit noch nicht.Kawthoung liegt am Kyan-Fluss, auf dessen anderer Seite sich die thailändische Stadt Ranong befindet. Die Anreise kann per Flug von Yangon aus oder mit dem Langboot von Ranong aus erfolgen.

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